ERASM Treffen, Archives de la Région Alsace (12. Oktober 2007)

 

 

Anwesend : E. Baur, (Staatsarchiv Bâle-Ville), L. Brasseur (Illkirch-Graffenstaden), Cl. Contini (Forbach), T. Deprez (Metz), F. Edel (Turckheim), A. Eichenlaub (AD 68), C. Gorka (Kreisarchiv Ortenaukreis), Ch. Heider (Région Alsace), B. Jordan (Strasbourg), O. Jurbert (DRAC Alsace), G. Kientz (Sélestat), F. Lichtlé (Colmar), M. Martin (Landau), E. Michelon (Mulhouse), S. Niobé (St-Louis), L. Perry (Strasbourg), M. Penlaë (Nancy), D. Peter (Nancy), U. Scherb (Kehl), J. Sturm (Kreisarchiv Schwarzwald-Baar-Kreis), M. Traband (Haguenau), G. Velot (Sarrebourg), J. Zwicker (Staatsarchiv Bâle-Ville).

Entschuldigt : H. Bachman (AD 68), E. Bange (Luxembourg), I. Becker (Sarrebruck), D. Bouvier (Ste-Marie-aux-Mines), E. O. Bräunche (Karlsruhe), R. Brischle (Offenbourg), U. Ecker (Fribourg/Br), J.-L. Eichenlaub (AD 68), U. Fahrer (Breisach/Rhein), M.-A. Glessgen (AD 67), J. Kreutz (Ladenburg), B. Meyer (Rixheim), G. Oswald (Molsheim), C. Vogel (CGFPT 67).

 

Einführung durch den stellvertretenden Generaldirektor und Kulturreferent.

Der stellvetretende Generaldirektor und Kulturreferent stellt das neue Gebaüde vor, erwähnt den Umzug und die Verdopplung des Archivpersonnals (2)! Alle Regionsarchive sind in der Maison de la Région untergebracht, das heisst 4 Km. Die Dienststelle ist mit EDV ausgestattet. Die Sensibilisierung der anderen Dienststellen ist erfolgreich : die, von den Beamten angenommenen guten Archivgewohnheiten haben Sammelfortschritte ermöglicht. Der Bestand Turckheim befindet sich unter den aktuellen Aufzeichnungsarbeiten.

 

Generalversammlung

Daniel Peter dankt dem stellvetretenden Generaldirektor und unserer Kollegin Christine Heider für Ihren Empfang und erinnert an die Thematik des Tages : Ahnenforscher : Glück oder Plage für die Archive ? Zwei Gäste befinden sich unter den Anwesenden um eine zusätzliche Meinung zu der der Archive zu äussern. In Abwesenheit der Sekretärin L. Perry, die später kommen wird, bittet er M. Penlaë das Protokoll aufzunehmen.

Der Präsident schlägt den Anwesenden drei neue Mitglieder aufzuhehmen. Es sind: Thierry Deprez, Stellverteter der Stadtarchivarin von Metz, Odile Jurbert, Archivarin der DRAC Alsace, und Esther Baur, die die Stelle Josef Zwicker als Leiterin des Staatsarchivs Basel-Stadt Ende Oktober übernehmen wird. Die Aufnahme wird einstimmig angenommen.

Der Präsident stellt die Internetseite des Vereins ; die er aufgebaut hat, vor und lädt die Mitglieder ein Vorschläge für dessen Entwicklung zu machen.

Er erinnert auch daran wie wichtig es ist für die praktische Tagesorganisation seine An-oder Abwesenheit bei Tagungen zu melden desto mehr, dass die Einladungen ziemlich früh und über Mail ankommen.

Der Präsident erwähnt die Austellung zum 100.jährigen des Bahnhofs von Sarrebourg. Er schlägt diese Stadt für nächste Treffen vor (16. Mai 2008). Er meldet ebenso die Kandidatur von Ladenburg (Deutschland) und Colmar für den Herbst. L. Perry (Strasbourg) unterstreicht die vorgesehene Abwechslung der Jahrestreffen, einmal in Frankreich und das andere Mal in Deutschland, Schweiz oder Luxenburg. Der Präsident stimmt zu aber erwähnt Materielle Schwierigkeiten, die nicht immer überwindbar sind.

Er teilt mit, dass Josef Zwicker (Basel) in den Ruhestand tritt. Laurence Perry fügt hinzu, dass die Mitarbeit von Zurückgetretenen nicht nur angenommen ist, sondern willkommen ist.

Manche Teilnehmer fragen nach der Liste mit den elektronischen Adressen und ebenso nach den Veranstaltungen der jeweiligen Dienststellen. Die Gründung eines Forums ist vorgeschlagen.

Gabrielle Velot (Sarrebourg) fragt nach dem Thema des nächsten Treffesn. Daniel Peter schlägt eine Idee von D. Bouvier vor : die Onlinestellung von Archiven. Laurence Perry wünscht, dass eine Debatte über die Tarifikation und eine Vergleichung verschiedener Experimente in diesem Gebiet. Das Thema wird angenommen.  

 

Thematik

Der Präsident stellt die zwei Gäste vor : Christian Wolff, conservateur honoraire von den Archives du Bas-Rhin, und Sekretär des Cercle généalogique d’Alsace, und Roland Paul, Forscher am Institut für pfälzische Geschichte, Kaiserslautern. Dann liest er das Mail von D. Bouvier (Val d’Argent) vor, der somit an der Tagesdebatte teilnimmt. Letzterer erwähnt zuerst das schlechte Verhältnis zwischen Genealogen und Archivaren. Ahnenforscher sind als anspruchsvoll und verständnislos angesehen. Diese Forderungen sind hauptsächlich Digitalisierung und Onlinestellung der Akten ; sie gleichen oft die verschiedenen Dienststellen um die jeweiligen Verspätung der einen oder der anderen zu unterstreichen. D. Bouvier sagt aber auch, dass trotz ihrer Fehler, die Genealogen ein Glück darstellen, da sie Information liefern können und das Grossteil des Leserpublikums sind. D. Peter erwähnt das Beispiel eines amerikanischen Ahenforschers der einige Tage zuvor im Lesesaal des Stadtarchivs von Nancy war und sich so über den Empfang und die Betreuung gefreut hat, dass er sich beim Bürgermeisterkabinett persönlich bedankte.

Die Debatte fängt mit dem Referat von Christian Wolff an, der sich vor allem als befangen vorstellt. Obwohl Ahnenforschung als seine Zusatzwissenschaft von Geschichte gilt, gibt es eine gewissen Tendenz von aufdringlichen Genealogen dies umzuwerfen. Aber diese Kategorie bildet nicht die das grösste Teil der Genealogen. Das « erleuchtete »  Teil, mit richtiger Erfahrung, greift zu zusätzlichen Quelle, so wie Militärzählungen oder Notarsakten. Während dem Anschluss hat die deursche Verwaltung sich bemüht die Kirchenbücher zu sammeln damit dieBeamten des 3. Reichs die Abwesenheit von jüdischen Ahnen auf fünf vorigen Generation beweisen konnten. Deswegen die Konzentration der Kirchenbucher in Elsass-Moselle und, folgend, der Strohm von Leser.

Elsass-Lothringen kannte oder inizierte eine begeisterte Vorbewegung für Ahnenforschung indem man sich bemühte Sprach- (Deutsch oder Latein) oder Formhindernisse (Gothisch) zu überwinden.

Die ungefälligsten erwarten, dass die Archive die Arbeit an ihrer Stelle machen ; sie sind im Grunde genommen nicht selbstständig wegen mangelder Schriftkundekenntnisse, in Sache Institutionskenntnisse und Sonderheiten Elsass-Lothringens.

Zwei Ereignisse führten zu Änderungen. Erstens hat die Vermehrung der Ahnenforschervereine zur Verbesserungen der Bildung und Kenntnis der Deontologieregeln erbracht und zu aktiveren Schritten geführt indem sie nicht mehr von den Archivaren erwarten. Dazu brachte ihnen die Verfilmung der Kirchenbücher und Standesamtregister eine grössere Autonomie für den Nachdruck der Akten undbefriedigte sie so ihr eigenes Archiv zu bilden und zu Hause zu arbeiten. Die Eröfnung des Mikrofilmlesesaals der Archives départementales du Bas-Rhin erscheint als charakterisches Beispiel für die Erhöhung der Besucherfrequenz. So bildeten sie eine entscheidende Rolle für die Vergrösserung des Saals und weiterführend zur Vermehrung on Arbeitsstellen.

Diese Entwicklung began in den 70. und endete im Jahre 2000; sie führt weiter wegen der Digitalisierung und Onlinestellung der Akten, was heutzutage in den meisten Archives départementales geschieht.

Die Verhältnisse zwischen Archivaren und Genealogen haben sich auch entwickelt. Am Anfang des Ahnenforscherdrangs sahen die Archivare die Genealogen mit einer gewissen Herablassung. Dies erklärte sich durch übertriebene Gesuche Letzterer, ihren wenige Sorgfalt für die Originaldokumente oder ihrer übertriebenen Öffnungszeitenforderungen.  

So kam es zur Bildung  zweier Ahnenforscherkategorien :  

- die perfekten Beotanier, wahrscheinlich die Mehrheit ;

- die anderen, die das Wenigste kannten und sich ziemlich schnell helfen konnten.

Aber, ab den 90. hat die EDV die Gewohnheiten geändert. Manche Personen wünschten sich ihre Ahnenforschung ausführlich auf dem Internet zu machen. Wie nochmehr bietet der cercle généalogique d’Alsace die systematischen Aufnahmen online an. Die Archivare sind erleichtert. Dazu melden einige Ahnenforscher die vergessenen Kirchenbücher in den kleinen Gemeinden und helfen somit die Sammlung der Archives départementales zu vollständigen. Durch Dienstaustausch kommt es somit zu einem gewissen Modus vivendi, der die Beziehungen zwischen Archivare und Genealogen verbessert.  

Eine kleine Anzahl Ahnenforscher (10-15 %), die ihr Horizont erweitert, wird zum Historiker und wirkt in historischen Vereinen.

Roland Paul ist der selben Meinung wie Christian Wolff, unterstreicht aber, dass der deutsche Kontext anders ist haptsächlich wegen der starken pfälsischen Auswanderung, deren Kartei eine sehr reiche Quelle bedeutet (75 % der Leser des Instituts sind Ahnenforscher, darunter 50 % aus den Vereinigten Staaten). Indem sie ihre Quellen kreuzen, können Ahnenforscher zusätzliche Informationen vorbringen, was zu besseren Beziehungen führt.

Herr Martin (Landau) fügt hinzu, dass während des III. Reichs, ein Institut, dass sich ausführlich mit Auswanderung bemühte, gegründet wurde. J. Zwicker (Basel) sagt, dass indem sie ein Lobby bilden,  die Genealogen ein Trumpf für die Archive sind. Sie stellen die Fragen, die man proportionnel, mit allen Lesern hat, das heisst die Verwaltung des Anfragenstroms. Dazu und ganz wiedersprüchlich, beschweren sich die Genealogenvereine, dass die Dienste der Archive nicht immer ganz frei sind obwohl sie sich ihre Leistungen bezahlen lassen. In der Schweiz ist der Zutritt im Prinzip frei. D. Peter erklärt, dass die Notare das selbe machen, aber dass ihre Motive amtlich sind.  

Christian Wolff fügt hinzu, dass nach einer gewissen Arbeitszit, meistens wenn Datum- oder Namenelemente nicht genau sind, die  Archives départementales du Bas-Rhin ihre Forschungen berechnen. T. Deprez gibt an, dass in Metz, die Suche nicht gemacht wird wenn die Angaben zu ungenau sind. In Nancy wird keine Ahneforschung gemacht, ausser einigen Ausnahmen für gewisse aus dem Fernen kommenden Anfragen und nach ganz subjektiven Kriterien (z. B., Neukaledonien, Australien). Im Stadtarchiv in Strassburg liegen Amtsregister, die weniger als 100 Jahre alt sind, vor ; so sind manche stellvertretende Standesamtbeamte und vergeben gratis Aktenkopien : der angebotene Dienst muss gemacht werden. Im Stadtarchiv Saarburg wurde ein Stundenpreis einfeführt (14,20 €). In den kleinen Gemeinden wo die Gewählten den Beamten näher stehen als in den grossen, kommt es manchmal zum Druck damit das Personal Forschungen macht, die mehr oder weniger berechtigt sind.

Die Übersetzung von Akten kann nur durch beeidete Archivare gemacht werden, weil es um die Authentifizierung von Akten geht. In Basel und in Mulhausen müssen sich die Mitbürger selbst helfen. Der Archivar von Basel meint, dass generäl, die gelieferten Dienste müssten dem Haushalt verhältnismässig sein und somit eingeschränkt werden wenn das Archiv finanzielle Kürzungen kennt. Der Archivar von Landau bemerkt, dass die Kopierarbeiten der Mormonen zu grösseren Vorsicht führen sollen.

Zum Schluss meinen die Teilnehmer, dass das heutige Ahnenforscherpublikum mehr eine gute Sache für die Archive sei, aber es muss eingeschränkt und gebildet werden. Man muss die Regeln setzen und sie anwenden.

 

Nach der Besichtigung der Archivmagazine der Région und der Entdeckung einiger archivalischen Schätze unter der Leitung von Christine Heider und das Mittagessen im  Amtsrestaurant, besichtigen die Teilnehmer die elässiche Bibliothek des Crédit Mutuel, eine schöne Institution in einem sehr angenehmen Rahmen, die mehr als keinen Kollegen träumen lies!

 

                                                                                                          M. Penlaë

                                                                                                          AM Nancy                           

                                                                                                          Übersetzung : D. Peter